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Weniger Abgase, mehr Sound

Dominik Schubert (links) und Robert Henneberger beim Testen des Prototypens, der im Akustiklabor der HM steht (Foto: Marco Gierschweski)
Dominik Schubert (links) und Robert Henneberger beim Testen des Prototypens, der im Akustiklabor der HM steht (Foto: Marco Gierschweski)

[29|01|2018]

Elektroautos mit Bass: Das Forschungsprojekt „Active Sound Generation (ASG)“ macht es möglich

 

Bislang wurden Elektromotoren möglichst leise und vibrationsarm gestaltet. Insbesondere bei den hochpreisigen Premium-Fahrzeugen wünschen sich Kunden aber trotz eines Elektromotors einen sportlichen Motorsound.

 

Keine Lautsprecher mehr

Die derzeitige Lösung für Motorengeräusche sind Außenlautsprecher. Das Forschungsteam an der Fakultät für Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Flugzeugtechnik untersucht im Rahmen des Projekts „Active Sound Generation (ASG)“, wie zukünftig auf diese verzichtet werden kann. Dafür werden die Töne mit einer Software erzeugt, die sich über einen kleinen Chip in ein bereits vorhandenes Bauteil integrieren lässt. Der Elektromotor fungiert dann als Lautsprecher und es wird keine zusätzliche Hardware benötigt, was extrem kosteneffizient ist. Außerdem sind so Funktions- und Geräuschquelle vereint.

 

Active Sound Generation Grafik (Bild: Melanie Pohl)
Active Sound Generation Grafik (Bild: Melanie Pohl)

„Um ein eindeutiges und sinnvolles Fahrzeugfeedback erzielen zu können, soll der Antrieb nicht nur hörbar, sondern auch spürbar sein. Deshalb muss die Schallenergie nicht nur über die Luft, sondern auch über die Karosserie übertragen werden“, sagt Robert Henneberger, der bei dem Projekt für die Akustik zuständig ist.

 

Geräuschreduzierung und geringer Stromverbrauch

Das Team arbeitet aber nicht nur an dem Hinzufügen von Sounds, sondern auch an der Reduktion von Störgeräuschen, der sogenannten Active Noise Cancellation. „Diese Aufgabe ist wesentlich komplexer, weil dafür viel mehr Rechenleistung benötigt wird“, so der Regelungstechnik-Experte Dominik Schubert, der aktuell seine Dissertation zu dem Forschungsprojekt verfasst.

 

Geforscht wird außerdem, wie sich der Stromverbrauch des Zusatzfeatures minimieren lässt und es so robust läuft, dass es in allen Motorenzustände noch einwandfrei funktioniert. Ziel ist die Entwicklung eines verkaufsfertigen Produkts. Das Forschungsteam steht dafür bereits mit zahlreichen Autoherstellern im In- und Ausland in Kontakt.

 

 

Mirja Fürst

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