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Große Forschung an winzigen Geräten

Das Forschungsteam, bereit für die gemeinsame Arbeit (v.l.n.r.: Wu, Moosheimer, Feiertag, Fuchsberger, Schindler, Kersch, Koch, Vass)
Das Forschungsteam, bereit für die gemeinsame Arbeit (v.l.n.r.: Wu, Moosheimer, Feiertag, Fuchsberger, Schindler, Kersch, Koch, Vass)

[12|06|2018]

Hochschule München gründet überfakultäres Forschungsfeld „Micro- and Nano-Devices“

 

Die Forschung an Geräten auf der Mikro- und Nanoskala ist dank des neuen Forschungsfelds nun ein Gemeinschaftsthema. Acht forschungsaktive Professorinnen und Professoren aus drei verschiedenen Fakultäten beteiligen Studierende an der gemeinsamen Forschung. Die Schwerpunktprojekte des neuen Forschungsfeldes liegen unter anderem in den Bereichen gedruckte Elektronik und Photoakustik – einem Bildgebungsverfahren, das hochauflösende Ultraschallbilder mittels Laseranregung erzeugt. Außerdem widmet sich das Forschungsfeld der Aufbau- und Verbindungstechnik sowie ferroelektrischen Schichten. Das sind Schichten, deren Polarisation mithilfe eines elektrischen Felds geändert werden kann. Im Forschungsfeld kooperieren die Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik, die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik sowie die Fakultät für Druck- und Medientechnik. Dabei lautet das Motto: Angewandte Forschung, die der Lehre dient. Denn Ziel des Forschungsfelds ist es, Studierende und Doktoranden durch Projekt- und Abschlussarbeiten aktiv in die Forschung einzubinden und ihnen eine forschungsnahe Qualifizierung anhand von aktuellen Fragestellungen zu ermöglichen.

 

Gebündelte Forschungskräfte

Das Forschungsteam freut sich sehr, dass der bereits in einzelnen Forschungsaktivitäten begonnene Weg nun mit gebündelter Kompetenz weiter ausgebaut wird. Durch die fakultätsübergreifende Nutzung von Laboren und Ausstattung erwartet sich das Team einen Synergie-Effekt. Ein aktuelles Projekt beschäftigt sich mit dem Drucken von Datenspeicherzellen für kosteneffiziente Anwendungen auf flexiblen Substraten, wie beispielsweise Folien. Zukünftig eröffnen sich dadurch erweiterte Einsatzmöglichkeiten des Druckens auf Verpackungsmaterialien.

 

Dabei ermöglicht die Kooperation neue Einsatzgebiete von gedruckten Datenspeicherzellen, zum Beispiel die Kombination mit in Siebdruck hergestellten

Medien. Auch neue Funktionalitäten, wie gedruckte photoakustische Messtechnik, werden erschlossen. Zuletzt kann das Team neue Materialien mit verbesserten Eigenschaften entwickeln, beispielsweise gedruckte ferroelektrische Schichten, die als Energiewandler oder Sensor dienen können. Eine wichtige Rolle in allen Projekten spielen Aufbau- und Verbindungstechnik, selbst hergestellte Drucktinten und hochaufgelöste Bilder der hergestellten Strukturen. Insgesamt steigen durch die Forschungszusammenarbeit die Qualität der Forschung und die Wahrscheinlichkeit, Förderung durch Drittmittel zu erhalten.

 

Laufzeit und Forschungsteam

Das Forschungsfeld „Micro- and Nano-Devices“ wurde im Rahmen der HM-internen Ausschreibung „Forschungsfelder 2017“ bewilligt und läuft vom 1. März 2018 bis 28. Februar 2021. Es ist an der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik angesiedelt. Verbundsprecher ist . Das Forschungs-Team besteht außerdem aus den beiden Professorinnen Dr. Christina Schindler und Dr. Ursula Koch sowie den Professoren Dr. Attila Vass, Dr. Datong Wu und Dr. Ulrich Wagner (alle Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik) und den Professoren Dr. Gregor Feiertag (Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik) und Dr. Ulrich Moosheimer (Fakultät für Druck- und Medientechnik).

 

 

Cathrin Cailliau

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